Sarah Wegener: In Bernau ist unsere Pädiatrie tatsächlich nicht so bekannt, weil unser Haus heißt ja Immanuel Klinikum Bernau, Herzzentrum Brandenburg. Das ist aber nicht so, weil wir haben ja eine tolle Pädiatrie, wo auch Kinder jederzeit in die Rettungsstelle kommen können und bei uns hier stationär aufgenommen werden können und hier behandelt werden können. Ich bin Schwester Sarah und bin Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin hier im Immanuel Klinikum Bernau.
Dr. Barbara Korinth: Das Behandlungsspektrum in unserer Kinder- und Jugendmedizinischen Abteilung im Haus sind allgemein Kinderkrankheiten, Infektionskrankheiten, Durchfallerkrankungen, Bronchitis, Lungenentzündungen und verschiedene Babyerkrankungen, die also überwiegend im Babyalter vorkommen. Mit der Geburtshilfe haben wir eine ganz enge Zusammenarbeit. Wir sind auf einer Ebene und versorgen die Kinder ab der Geburt.
Nach der Entbindung werden die Kinderärzte gerufen und machen die Erstuntersuchungen. U1 ist sicher ein Begriff. Im weiteren Verlauf werden die Babys jeden Tag visitiert.
Wir schauen, ob die Babys zu gelb werden, ob sie nicht unterzuckert sind, ob sie keine Infektionszeichen haben, wie zum Beispiel eine Untertemperatur. Und wir machen am Abschluss des Aufenthaltes die U2 mit einer Hörprüfung und dem Stoffwechseltest. Mein Name ist Dr. Barbara Korinth. Ich bin die Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin hier im Immanuel Klinikum Bernau. Zusätzlich habe ich die Qualifikation der Kinderkardiologie. Das heißt, ich kann auch Kinder mit Herzfehlern, Herzrhythmusstörungen und so weiter versorgen.
Olga: Ich bin die Olga und das ist die Maja. Ich habe die Kleine auch in Bernau bekommen, auch die Geburtsstation. Das Wichtigste war für mich die Nähe und auch das Gegenüber der Geburtsstation war auch die Kinderklinik.
Ich dachte, dass ich nicht die Kinderklinik brauchen werde, aber im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass Maja es gebraucht hat.
Sarah Wegener: Wir haben hier auch eine Erstversorgungseinheit, wo wir die Neugeborenen oder die Frühgeborenen oder die kranken Neugeborenen bei uns hier behandeln können. Wir betreuen die Kinder ab der 32. Schwangerschaftswoche und ab einem Geburtsgewicht von 1500 Gramm.
Isabel Nolting: Wenn Eltern mit kranken Kindern kommen und erstmal so eine aufgeregte Stimmung im Raum herrscht, ist es ganz wichtig, als Erstes Ruhe auszustrahlen. Und meistens werden die Kinder ja erstmal von der Pflege, dem Blutdruck gemessen, Temperatur gemessen und da komme ich dann schon mal ganz ruhig dazu, dass sie mich im Hintergrund sehen, kann vielleicht schon mal ein, zwei Worte mit den Eltern wechseln und dann ganz in Ruhe auf das Kind zugehen, um erstmal die Angst zu nehmen. Mein Name ist Isabel Nolting, ich bin Ärztin und bin hier im Immanuel Klinikum Bernau als Assistenzärztin für Kinder- und Jugendmedizin tätig.
Dr. Barbara Korinth: Das Positive, was bei uns in der Abteilung ist, dass wir die Kinderrettungsstelle auf unsere Ebene hochgeholt haben. Das heißt, die Patienten, die über die Rettungsstelle mit einem Notfall kommen, abends, in der Nacht, melden sich zwar in der Rettungsstelle, werden dann aber nach einer Triage auf die Kinderstation geschickt und dort kann sich das Pflegepersonal in erster Linie um die Kinder kümmern.
Sarah Wegener: Bei uns muss auch kein Kind alleine bleiben. Wir haben jederzeit die Möglichkeit, Familienzimmer einzurichten, wo entweder die Mama oder der Papa über Nacht mit hierbleiben können.
Sven Pagel: Mein Name ist Sven Pagel, ich war mit meiner Tochter hier im Immanuel-Klinikum Bernau in Kinder- und Jugendmedizin in Behandlung. Sie ist nun wieder genesen und wir gehen geheilt nach Hause. Hier im Klinikum habe ich jederzeit die Möglichkeit gehabt, jemanden anzusprechen, alle waren freundlich.
Man muss sich nicht davor scheuen, jemanden zu fragen, wenn man etwas braucht.
Dr. Barbara Korinth: Als Universitätsklinikum haben wir die Möglichkeit, hier auch eine Hochschulambulanz anzubieten. Wir haben eine Sprechstunde für Adipositas-Kinder, das heißt, so dicke Kinder bekommen hier zunächst einmal eine Beratung. Wir schauen umfassend, ob irgendwelche schweren Erkrankungen dahinter liegen und begleiten die Kinder und Jugendlichen.
Wir haben eine neuropädiatrische Sprechstunde, das heißt, neurologische Erkrankungen, ob das Epilepsien sind oder eine Spastik sind, die werden von unserem Neuropädiater versorgt. Wir haben eine Möglichkeit, sämtliche Ultraschall-Untersuchungen durchzuführen und wir haben eine Kinderherz-Untersuchungsmöglichkeit, das heißt, wir können EKGs machen, wir können den Sauerstoffwert messen, wir können Ultraschall vom Herzen machen, das ist sogenannte Echokardiographie und die Kinder auch kinderkardiologisch betreuen.
Sven Pagel: So Insi, wir haben es geschafft, wir können nach Hause gehen.