Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion

Etwa jedes 3000. Kind kommt mit einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) auf die Welt. Unbehandelt führt die Erkrankung zu einer schweren Entwicklungsstörung, bei ausreichender Therapie entwickeln sich hingegen neun von zehn Kindern normal.

Was versteht man unter Schilddrüsenunterfunktion?

Unter der Hypothyreose versteht man eine Unterfunktion der Schilddrüse, sodass der Körper nur unzureichend mit Schilddrüsenhormonen versorgt wird. Dies kann durch eine Entwicklungsstörung der Schilddrüse oder durch Defekte der Hormonsynthese angeboren sein. Allerdings können auch Jodmangel oder Medikamente etc. zu einer Hypothyreose führen.

In seltenen Fällen können Störungen von Hypothalamus oder Hypophyse (Gehirndrüsen) eine Unterfunktion der Schilddrüse bewirken. Sie bilden nämlich Thyreoliberin (TRH) bzw. Thyreotropin (TSH), die die Schilddrüse zur Bildung von Schilddrüsenhormonen anregt.

Wie zeigt sich die Schilddrüsenunterfunktion?

Die typischen Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sind verlangsamtes Wachstum, Trinkfaulheit, Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, Kälteunverträglichkeit, trockene oder marmorierte Haut, stumpfe Haare und Verstopfung. Auch kann es zu einer verlängerten Gelbsucht bei Neugeborenen kommen. Bei älteren Kindern kann eine Unterfunktion auch zu Depressionen oder zu einem unregelmäßigen Menstruationszyklus führen. Sollte eine Schilddrüsenunterfunktion zu spät erkannt werden, kann ebenfalls eine Entwicklungsverzögerung der motorischen und geistigen Fähigkeiten auftreten.

Welche Untersuchungsmethoden gibt es?

Vor allem in der Neugeborenen- und Wachstumsphase eines Kindes sind die Schilddrüsenhormone für eine gesunde Entwicklung unerlässlich. Aus diesem Grund hat man das Stoffwechselscreening (früher: Guthrie-Test) eingeführt, dass zwischen der 36. und 72. Lebensstunde bei jedem Neugeborenen durchgeführt werden sollte. Bei diesem Screening wird unter anderem auch die Schilddrüse kontrolliert.

Weiterhin werden bei Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse im Blut die freien Hormone T3 und T4 sowie das TSH gemessen. Außerdem kann ein Ultraschall der Schilddrüse und die Bestimmung des Knochenalters per Röntgen erfolgen.

Wie kann Schilddrüsenunterfunktion behandelt werden?

Patienten erhalten das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin. Es wird üblicherweise in Salzform als Levothyroxin-Natrium eingesetzt. Ziel ist es, das TSH niedrig und fT3 und fT4 im altersentsprechenden Normbereich zu halten. Hierfür ist eine regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenparameter im Blut unverzichtbar.

 
 
 
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