
Lica Sophie Michel
Lica Sophie Michel ist stellvertretende Bereichsleitung und Praxisanleiterin. Im Interview erzählt sie, was ihren Beruf so abwechslungsreich macht und warum ihr ein gutes Miteinander besonders wichtig ist.
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Seit wann und auf welcher Station sind Sie im Klinikum tätig?
Lica ist seit dem 1. April 2021 im Klinikum tätig und arbeitet auf der kardiologischen Station.
Welche Schwerpunkte oder Krankheitsbilder betreuen Sie in der Kardiologie besonders häufig?
Ich betreue vor allem Patienten, die eine Herzklappenimplantation erhalten – zum Beispiel TAVI-, MitraClip- oder TriClip-Patienten. Dabei begleite ich sie sowohl vor als auch nach der Operation.
Was macht die Arbeit in diesem Fachbereich für Sie spannend oder auch herausfordernd?
Besonders spannend finde ich, dass heute minimalinvasiv neue Herzklappen eingesetzt werden können und viele Patienten bei einem reibungslosen Verlauf bereits nach etwa einer Woche auf dem Weg nach Hause oder in die Anschlussheilbehandlung sind.
Auf unserer Station versorgen wir kleine Wunden und OP-Nähte und arbeiten mit speziellen Geräten wie Perfusoren oder Infusomaten zur Medikamentengabe. Da diese Aufgaben nicht jeden Tag gleich sind, bleibt der Arbeitsalltag abwechslungsreich.
Welche Aufgaben übernehmen Sie als stellvertretende Bereichsleitung im Klinikalltag?
Zu meinen Aufgaben gehört unter anderem die Organisation interner Fortbildungen und die Dienstplanung. Außerdem übernehme ich die Rolle der Stationsmanagerin für unsere Patienten. Das bedeutet, dass ich gemeinsam mit der Bettenmanagerin koordiniere, welche Patienten neu auf die Station kommen und wie die Zimmerbelegung erfolgt. Auch Entlassungen organisiere ich in Abstimmung mit den Ärzten – dazu gehören beispielsweise Transporte oder die Information von Angehörigen, Pflegeeinrichtungen oder anderen Beteiligten.
Sie sind auch Praxisanleiterin: Wie sieht diese Rolle bei Ihnen aus und was ist Ihnen in der Anleitung besonders wichtig?
Ich bin mit den Auszubildenden im regelmäßigen Austausch.
In Praxisanleitungen können spezielle Themen gezielt geübt werden, um die Auszubildenden auf ihr Examen vorzubereiten. Besonders schätze ich dabei die intensive Zeit mit den einzelnen Schülern.
Mir ist wichtig, dass die Auszubildenden Freude an ihrer Ausbildung haben. Der Pflegeberuf bietet viele spannende Bereiche und Entwicklungsmöglichkeiten.
Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit mit dem Team besonders wichtig?
Mir sind Offenheit und Ehrlichkeit wichtig, genauso wie Kritikfähigkeit, ein gutes Miteinander und das gemeinsame Arbeiten an einem Ziel.
Wie unterstützten Sie neue Kollegen und Auszubildende dabei, gut in der Abteilung anzukommen?
Für Auszubildende nehme ich mir im Erstgespräch bewusst Zeit und zeige Ihnen die Station. Natürlich erhalten die Kollegen auch einen persönlichen Willkommensgruß.
Was schätzen Sie an der Arbeit mit Patienten am meisten?
Unsere Patienten sind sehr freundlich und dankbar – besonders nach ihrer Operation. Ich schätze die Gespräche mit ihnen sehr - gemeinsam Lachen gehört dazu.
Durch die unterschiedlichen Altersgruppen erlebt man viele persönliche Geschichten und Lebenserfahrungen. Besonders schön finde ich es, wenn man den Krankenhausaufenthalt durch persönliche Gespräche für die Patienten etwas angenehmer machen kann – und dadurch auch selbst einen besonderen Arbeitstag erlebt.
Gibt es einen Moment oder eine Erfahrung aus Ihrem Berufsalltag, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Moment, als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, stellvertretende Bereichsleitung zu werden. Für mich war das ein großes Kompliment.
Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Freude?
Ich mag besonders die Abwechslung zwischen der Betreuung von Patienten, dem Teammanagement und der Begleitung von Auszubildenden. Durch das Schichtsystem lassen sich private Termine oft gut planen und man arbeitet immer wieder mit unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen zusammen.
Welche Werte sind Ihnen in Ihrer Arbeit besonders wichtig?
Respekt, Verantwortungsbewusstsein, Vertrauen und Freude an der Arbeit sind mir besonders wichtig.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit – gibt es Hobbys oder einen Ausgleich zum Klinikalltag?
Ich fahre überwiegend mit dem Fahrrad zur Arbeit, lese gern und koche in meiner Freizeit.