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In Hamburg fand wieder die diesjährige Tagung der Deutschen Gesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie statt. Das Immanuel Herzzentrum Brandenburg war dort mit Anna Maria Necaev, Dr. med. Roya Ostovar, Oberarzt Dr. med. Martin Hartrumpf und Oberarzt Dr. med. Ralf-Uwe Kühnel aus der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie und unseren OTA´s Stephanie Lietz und Sebastian Vogel vertreten.

Mit vier wissenschaftlichen Vorträgen und der Teilnahme an Studien- und Arbeitsgruppentreffen hat unser Klinikum erneut aktiv zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen.

Frau Dr. med. Ostovar präsentierte in zwei Vorträgen aktuelle Daten aus dem Brandenburger Endokarditisregister, dass sie federführend leitet. Diese Multi-Center-Daten mehrerer Kliniken aus Brandenburg stießen auf großes Interesse und führten zu einer intensiven Diskussion über die dringende Notwendigkeit überregionaler Register für gefährliche Erkrankungen wie die Endokarditis. Die Vorreiterrolle des Immanuel Hezzentrum Brandenburg wurde dabei ausdrücklich positiv hervorgehoben.

Neueste Erkenntnisse aus unserem Hämodynamiklabor stellte Oberarzt Dr. med. Ralf-Uwe Kühnel vor. Thema war die innovative Behandlung von degenerierten Bioprothesen. Durch den Einsatz dieser Verfahren gelingt es im Labor bereits, eingeengte und beschädigte Klappenprothesen zu erweitern, um die Implantation einer möglichst großen Transkatheterklappe zu ermöglichen. Damit könnte perspektivisch vielen Patientinnen und Patienten eine erneute offene Herzoperation erspart bleiben.

In einem zweiten Vortrag präsentierte Oberarzt Dr. med. Kühnel unsere 10-Jahres-Daten zur Anwendung des farblosen Desinfektionsmittels Octeniderm in der perioperativen Hautdesinfektion. Die Ergebnisse zeigen, dass die operationsbedingte Wundinfektionsrate unter Octeniderm – als lang wirksamem Desinfektionsmittel – deutlich rückläufig sind, insbesondere im Vergleich zu jodhaltigen Präparaten. Die Farblosigkeit stellt nach unseren Erkenntnissen keinen Nachteil dar. Auch diese Daten wurden mit großem Interesse verfolgt und intensiv diskutiert.

Für alle Beteiligten war der Kongress ein voller Erfolg – es wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen, Erfahrungen ausgetauscht und spannende Diskussionen geführt.

Bild: Unser Team engagiert auf dem Kongress Herzmedizin 2025 – mit spannenden Vorträgen, innovativer Forschung und wertvollen Diskussionen.

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