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11.06.2010

Vom Stadtrand ins Zentrum gerückt – 100 Jahre Krankenhaus Bernau

Bernau – Mit einem Festakt hat das Krankenhaus Bernau am 10. Juni in der Stadthalle Bernau seinen einhundertsten Geburtstag gefeiert.

Der Jubilar ist aber nicht älter, sondern jünger geworden, betonte der erste Festredner, der Bernauer Bürgermeister Hubert Handke. „Errichtet wurde das Krankenhaus vor hundert Jahren am Rande der Stadt“, sagte Handke. „Aus dem Krankenhaus am Rande der Stadt ist längst eines mitten im Herzen der Stadt geworden.“ Als Bernauer Bürgermeister zeigte sich Hubert Handke stolz darauf, dass vorige Woche im Nachrichtenmagazin Focus Prof. Dr. Johannes Albes und Privatdozent Dr. Christian Butter vom Herzzentrum Brandenburg als Top-Herzspezialisten der Bundesrepublik genannt wurden. Das Herzzentrum Brandenburg fand 1998 seinen Platz im Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhaus Bernau.

Großen Anteil an der heutigen Erscheinungsform des Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhauses und Herzzentrum Brandenburg Bernau hat Landrat Bodo Ihrke. „Der Bodo muss das richten“ war ein geflügeltes Wort aus den Jahren zwischen , als zunächst der Krankenhausersatzneubau entstand und das Herzzentrum Brandenburg von Berlin-Buch nach Bernau übersiedelte. „Es stand Spitz auf Knopf, ob das Krankenhaus Bernau nach der politischen Wende überhaupt erhalten werden kann“, sagte Ihrke. Nicht zuletzt der Einsatz der damaligen Gesundheitsministerin des Landes Brandenburg, Regine Hildebrandt war schließlich ausschlaggebend für die Erhaltung des Standortes Bernau.

Die Grüße des Landes Brandenburg überbrachte Ministerialdirigent Thomas Barta aus dem Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg. Er betonte die Besonderheit, dass ein Krankenhaus der Grundversorgung und das hoch spezialisierte Herzzentrum an einem Standort vereinigt werden konnten. „Es gibt eine hohe Identifikation der Bevölkerung mit ‚ihrem’ Krankenhaus,“ so Barta. Und das sei in dieser Form selten zu finden. Er lobte den Träger, die Immanuel Diakonie Group, für ihr umsichtiges und kompetentes Managent.

Die 300 Personen zählende Festversammlung bestand aus ehemaligen und aktuellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Vertretern des öffentlichen Lebens, der Kirchen, der Politik, den Ärzten, Vertretern der Krankenkassen und der interessierten Öffentlichkeit. Vor Ihnen betonte der geschäftsführende Direktor der Immanuel Diakonie Group Mag. theol. Elimar Brandt, dass nichts schlimmer wäre, als zum hundertsten Geburtstag zu sagen: „jetzt sind wir alt und grau, jetzt haben wir unser Lebenswerk getan und jetzt ist es vorbei. Im Gegenteil: die Krankenhäuser werden auch weiterhin die herausfordernde Aufgabe in unserer Gesellschaft haben, weiterhin Spitzenmedizin zu entwickeln.“ Es gelte, die Zukunft weiter gemeinsam zu entwickeln und zu gestalten. Brandt dankte den früheren und aktuellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne deren großes Engagement die zurückliegende Entwicklung nicht möglich gewesen wäre.

Außerordentlich gekonnt und eindrucksvoll umrahmt wurde die Geburtstagsfeier vom Gesangsduo Tabea und Tobias Wollner, das mit einfühlsamen Chansons von Knef bis Moustaki die Zuhörer auf eine Zeitreise durch die Jahrzehnte mitnahm. Der Berliner Schauspieler Roland Kuchenbuch verstand es, anhand von drei Portraits von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bernauer Krankenhauses die verschiedenen politischen Zeitepochen vom Mauerbau bis zur Neuzeit lebendig werden zu lassen.

Günter Mahler, Pressesprecher der Immanuel Diakonie Group

 
 
 

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